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Link-Experimente


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Infos zur AutorinInfos zur Autorin Unterstreichen oder nicht? Blau oder Orange? Die Zeiten, in denen alle Hyperlinks unterstrichen und ins gleiche Standard-Blau getaucht waren, sind längst vorbei. Heute wird mit diesem wichtigen Navigationselement immer mehr experimentiert - oftmals auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit.
 

 
 

Die traditionelle blau-violette Linkgestaltung findet sich heute kaum noch im Netz und ist anderen, vermeintlich innovativeren Typen gewichen.
 

   

reduziert: <text-decoration:none>

Einige Websites wie etwa Spiegel Online verzichten bei ihren Textlinks auf die klassische Unterstreichung. Wenn man bei der Umsetzung dieser Lösung keine Konsistenz verfolgt, besteht die Gefahr, dass sich der User auf ein lästiges "wo-ist-der-Link"-Ratespiel einlassen und mit der Maus den kompletten Screen abtasten muss. Wird eine solche Design-Lösung verwendet, muss daher auf anderem Wege sichergestellt werden, dass der Hyperlink als solcher erkennbar ist - Möglichkeiten hierfür wären konsistente Icon-Verwendung (z.B. Pfeile) vor dem verlinkten Text. Ebenso zentral ist eine einheitliche farbliche Gestaltung der Links: Bei Spiegel Online sind z.B. einige Links rot, andere schwarz wie der normale Fließtext. Nur wenn bei dieser Art der Linkgestaltung eine konsistente Umsetzung verfolgt wird, stellen sich dem User keine schwerwiegenden Identifikationsprobleme.
 


 
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Tanja Mäurer
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 inkonsistent:
 Spiegel Online
 
 Linkkennzeichnung 1
 
 
 
 Linkkennzeichnung 2

 
 
   

trendy: search & hover

Das Webangebot der Sueddeutschen Zeitung geht noch einen Schritt weiter als Spiegel Online: Ganz im Trend liegend verwendet die Website Hover-Links, die sich bei Mausberührung verändern. Die Links sind zunächst nicht unterstrichen, fährt man allerdings mit der Maus darüber, erscheint die Linkunterstreichung. Setzt man Hover-Links funktional und überlegt ein, können sie sicherlich eine sinnvolle Art der Linkgestaltung sein.
 


 
 
 Hover-Links:
 sueddeutsche.de
 
 
 
 
 
 

 
 
   

funktional: Icon & Textlink

Eine der am benutzerfreundlichsten und funktionalsten Typen der Linkgestaltung ist die Kombination von Textlink und Icon oder Symbol, wie es etwa Telepolis sinnvoll einsetzt: mit Hilfe von Icons kann man beispielsweise kennzeichnen, ob es sich um einen externen oder internen Link handelt. Ebenso vorteilhaft ist der Einsatz von Icons, wenn man auf unerwartete Dokumenttypen wie etwa Audiodateien verlinkt. Dadurch weiß der User sofort, was ihn erwartet, wenn er den Link anklickt. Und da ein einfacher, unterstrichener Textlink verwendet wird, kann der User den Link auch sofort identifizieren.
 


 
 
 
 Icon & Textlink:
 
 Telepolis

 
 
 
 CNN
 

 
 
   

Fazit

Bei der Gestaltung von Hyperlinks sollte man nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten vorgehen, sondern in erster Linie an den User denken, der die Links nicht erst suchen will.
 
Einige Regeln für die benutzerfreundliche Gestaltung: Links sollten
-- als Links erkennbar sein
-- verständlich getextet sein
-- als externe oder interne Links erkennbar sein
-- den verlinkten Dokumenttyp kenntlich machen
-- konsistent sein.

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  Navigation

 
Navigationsleisten: Idealtypen und ihre Leistungen - ein Überblick
Navigationsleisten-Typologie
 
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Hypertexte erfordern Orientierungshilfen
Orientierung auf Websites
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