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"... wir sitzen nicht auf
der Community drauf"


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NBC GIGA

Die GIGA Community ist momentan die bedeutsamste und erfolgreichste Community für Jugendliche. Michael Schlieper, Kopf der GIGA Community-Redaktion, spricht über Interaktivität, Marketing und 140.000 Nicknames.
 


 

Was unterscheidet GIGA von einer klassischen Call-In-Sendung bezüglich Interaktivität?
 
Zum einen die Präsentation: nicht Telefon, sondern Netz. Zum anderen fragen wir nicht nur Meinung ab, wie bei Call-In. Wir stellen nur die Themen, geben grob die Richtung vor. Das Konzept ist spontaner: Wie das Thema weitergeht, wie es sich entwickelt, entscheidet der Zuschauer bzw. User. Der Stellenwert der Interaktivität ist ein anderer. Bei uns dreht es sich nicht nur um Interaktivität, sondern der Inhalt ist interaktiv und dadurch flexibel.
 

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die Fragen stellte:
Timo Wirth

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Wie wichtig ist GIGA die Community?
 
Sehr wichtig. Uns ist nicht nur wichtig, dass die Leute klicken. Es geht uns nicht ausschliesslich um Geld und Marketing, sondern vor allem um die Leute, ihre Ideen und Erfahrungen. Durch die Community sind die Zuschauer nicht nur Konsument, sondern aktiver Teilnehmer.

Welche Community-Maßnahmen sind GIGA besonders wichtig?
 
Die GIGA Community ist eine Mischung aus Diensten wie z.B. Bookmarks, Gästebuch und Kontaktanzeigen und ein Ort zum Spaß haben, Wohlfühlen und Leute treffen. Wenn man zu GIGA kommt, soll man in bezug auf das Internet alles finden, was man als Grundlage braucht und zusätzlich noch Spaß. Der Unterschied zu anderen Communities ist, dass GIGA nicht nur ein virtueller Ort ist, wo man sich trifft.

Welche Zielgruppe will GIGA ansprechen und wie gehen Sie sicher, ihren Ton zu treffen?
 
Die klassische Marketing-Zielgruppe der 14-29jährigen. Es geht nicht darum, sich den Jugendlichen völlig anzupassen, das ist unmöglich. Es geht darum, ihre Linie zu treffen, indem man was rausstellt, was interessant und eigen ist. Dann wird es angenommen. Oder man gibt Dinge vor; zeigt wo es langgehen kann. Im Grunde auch eine Art Vermitteln von Werten.

Wie kommt GIGA zu seinen Inhalten? Selbstproduktion und -recherche oder Kooperationen mit anderen Medien-/ Content-Anbietern?
 
Normalerweise wird alles im Haus selbst recherchiert und selbst produziert. Nur bei Spezialaktionen, wie z.B. das Hotel- und Pensions-Verzeichnis der Loveparade, also bei Dingen, die wir nicht alleine leisten können und wollen, gehen wir Kooperationen ein.

Produzieren auch die User Inhalte?
 
Das kommt vor. Letztens hat ein Community-Mitglied eine sehr ausführliche und informative Website zu der Kampfhund-Debatte produziert. Die haben wir als großes Thema in die Sendung integriert. User schlagen oft Themen vor. Die Netzreporter greifen diese dann auf. Oft fordern sie die User auch auf, die Vorschläge selbst weiter zu entwickeln, bevor sie dann in der Sendung behandelt werden. Durch unser Format können wir da sehr flexibel reagieren. An anderer Stelle haben schon GIGA-friends Artikel für die einzelnen Rubriken geschrieben.

Wie sehen Sie die Konkurrenz? Was unterscheidet GIGA von anderen Communities, wie GZSZ oder Metropolis?
 
Bei uns haben die User Einfluss auf die Inhalte der Sendung. Die Identifikation der User mit GIGA ist beträchtlich höher als bei anderen Communities. Bei uns macht die Mitbestimmung viel aus. Wir versuchen durch Aktionen mit unseren Usern zu erreichen, dass reale Personen bei der Community im Mittelpunkt stehen und nicht 140000 Nicknames. Wir selbst sind ein Teil der Community und sitzen nicht auf der Community drauf und entscheiden von oben herab.

Wie sieht die Zukunft von GIGA aus?
 
Natürlich höher, schneller, weiter (lacht). Die Community steht stark im Vordergrund, es wird noch mehr Einflussmöglichkeiten geben. GIGA soll noch greifbarer werden. Ein stärkerer Real-Life-Link ist wichtig. Zum Beispiel durch die bald überall entstehenden GIGA Internetcafés.


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weiteres zu Communities:
 Communities aus 3 Perspektiven
 der Macher der "drei ???"-
Community im Gespräch

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