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Handelsblatt.com


Infos zur AutorinInfos zur Autorin Von handelsblatt interactive zu Handelsblatt.com: Beim Relaunch der größten deutschen Wirtschaftszeitung stand die Seriosität im Mittelpunkt. Die Nutzerfreundlichkeit sicherlich nicht.
 



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Einstiegsseite:  Grau und textlastig. Ein Aufmacher wird mit Bild angefietschert, zu viele weitere Highlights mit Überschriften und Anreißern folgen. Die langen und nicht umgetexteten Überschriften bieten keine Einstiegspunkte, ein Nachrichten-Überblick ist schlicht unmöglich. Der überquillende Block "Unternehmen aktuell" am Fuß der Seite wäre in einem Pulldown-Menü besser aufgehoben.
 
Design:   Das Farbleitsystem wird so dezent eingesetzt, dass es überhaupt nicht auffällt. Ohne die frische Grundfarbe Orange wäre die grau-dominierte Site altbacken. Kein Typo-Schnickschnack.
 
Navigation:  Die linke Navigation ist auf der Startseite sehr aufgeräumt. Hat man sich tiefer in die Site geklickt, verwandelt sich diese globale Navigation in ein Pulldown-Menü - was zunächst verwirrt, aber lernbar und platzsparend ist. Die Fenster-Titelleiste bleibt hartnäckig bei einem schlichten "Handelsblatt.com" - nicht sehr durchdacht.
 
Site-Architektur:  Sechs thematische Rubriken gliedern die Site logisch. Unübersichtlich wird's eine Ebene tiefer, was durch die überfüllten Übersichtsseiten verstärkt wird.
 
Inhalt:  Aktualisiert wird mehrmals täglich. Kostenpflichtig ist der Community-Bereich "Topix" - dort finden sich exklusive Features wie Personalisierung und Lesezeichenverwaltung sowie die komplette Printzeitung. Englischsprachige User müssen auf das Farbleitsystem verzichten.
 
Textaufbereitung:  Gutes Beispiel dafür, wie man Texte im Internet nicht präsentieren sollte: winzige Dachzeile, 1:1-Übernahme der Printtexte, Peinlichkeiten wie: "die komplette Tabelle ist auch im Internet unter handelsblatt.com/europa500 abrufbar". Zwischenüberschriften und Vorspann werden inkonsistent eingesetzt. Printversion: 50% Rand und ein halbseitiger "Nutzungshinweis" spart Papier und Tinte?
 
Interaktivität:  Dürftig und nur im kostenpflichtigen Topix-Bereich: personalisierte Startseite und SMS-Versand. Wer neugierig ist kann "Topix" kostenlos testen - falls er sich nicht von vier Seiten Smallprint abschrecken läßt.
 
Quelltext:   Hier nutzt auch kein ISDN: 65 KB große Startseite, knapp 70 Tabellen, die unnötig und teilweise vierfach verschachtelt sind. Zum Glück gibt's kaum Bilder, sonst müsste man noch länger warten.
 

 
   

Fazit

Mit neuer "Dotcom"-Domain und "English Edition" wirkt Handelblatt.com zwar internationaler, zum kompetenten Internet-Auftritt gehört jedoch mehr. Äußerst problematisch: Die textlastigen Übersichtseiten bieten keinen Einstieg. Handelsblatt.com weiß (bis auf die Aktualität) mit den Potentialen und Anforderungen des Internets wenig umzugehen.  
 
 


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Heike Edinger
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