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Verklickt und gelinkt


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Infos zum AutorInfos zum Autor Die hypertextuelle Struktur von Internet-Seiten ist die Killer Application des Internet. Doch unbedacht eingesetzt führt das Zauberelement der Verknüpfung - der Hyperlink - zu Frust beim Nutzer.
 

 

 

Der Klick auf Links wird bei manchen Websites zum Ratespiel für den Nutzer: Was verbirgt sich hinter dem unterstrichenen Wort? Wer ahnungslos klickt, erlebt nicht selten, dass er irgendwo landet, wo er nie hinwollte. Der Back-Button bleibt als letzte Rettung. Was kann man tun, dass sich bei Links nicht nur die Telekom freut, sondern auch der Nutzer? Information - das zweite Zauberelement des Internet.
 


unmarkierte Texlinks
Heise

   

Texlinks: Markierung sagt mehr

Textlinks können eine feine Sachen sein und hinter ihnen können sich wichtige und großartige (Zusatz-)Informationen des Internetangebots verbergen. Doch genauso kann ein Textlink zu einem externen Angebot führen über das im Text berichtet wird, jedoch für den Inhalt des Textes eher marginal ist. Externe Textlinks erfordern von den Nutzern einen höheren Aufwand, da sie sich auf ein neues Angebot einstellen müssen. Zwischen dem ursprünglichen und dem neuen Angebot muss ein sinnhafter Zusammenhang hergestellt werden. Doch ob der Link zu einem anderen Artikel innerhalb des Angebots führt oder zu einem externen Angebot erfahren die User erst, wenn sie klicken. Folge: Lieber weiterlesen, bevor man Zeit und Mühe vergeudet.
Lösung: Die Links innerhalb eines Textes mit einen Symbol versehen, welches eindeutig markiert, ob es sich um einen internen oder externen Link handelt.
Vorteile: Die Nutzer sehen sofort, ob der Link sie aus dem Angebot führt oder nicht. Sie können dann entscheiden, ob sie externe Webseiten in ihr Lesen mit aufnehmen wollen oder ob sie lieber innerhalb des Angebots bleiben möchten.
Nachteile: Zwar ist nun klar, ob der Link intern oder extern ist, allerdings bleibt weiter unklar welche Art von Texten und Informationen sich hinter dem Link verbergen. Textlinks unterbrechen den Lesefluss. Die verlinkten Wörter bekommen durch ihre Link-Markierung eine Bedeutsamkeit, welche sie inhaltlich für den Text nicht erfüllen. So werden verlinkte Personen und Firmennamen von den Usern als wichtiger wahrgenommen als der inhaltliche Aufbau des Textes.
 


 


markierte Texlinks
telepolis
tecchannel

   

Auslagerung: abgetrennt informieren

Indem die Links aus dem Fließtext ausgelagert und in den Fuß der Seite, einen Linkkasten oder in einer Spalte neben den Text gestellt werden, wird der Leserfluss der Nutzer nicht gestört. Daneben stellen sich auch keine unbeabsichtigten Gewichtungseffekte durch die Markierung von Textlinks ein. Nun können zusätzlich zum verlinkten Wort Zusatzinformationen über die verlinkte Seite geliefert werden. Führt der verlinkte Name Julia Roberts nun zu einem Porträt über die Schauspielerin, zu einer Fan-Site, zur offiziellen Website von Julia Roberts, oder gar zu der handgemachten privaten Homepage des Stars?
Vorteile: Die Nutzer wissen nun schnell und eindeutig, welches Zieldokument sich hinter einem Link verbirgt und könen frei entscheiden, ob die zusätzlichen Links für sie relevant sind und es sich lohnt sie anzuklicken. Die Anbieter einer Website oder die Schreiber eines Textes können den Mehrwert der Links klar kommunizieren.
Nachteile: Der Bezug zur Textstelle, auf die sich der Link bezieht, kann verloren gehen. Den Nutzern ist nicht klar, welcher Zusammenhang zwischen dem ausgelagerten Link und dem Haupt-Text besteht. Außerdem ist durch eine Auslagerung und Beschreibung nicht automatisch klar, ob es sich um einen internen oder einen externen Link handelt. Durch eine unscheinbare und unattraktve Auslagerung kann die Wertigkeit der Links herabgestuft werden. Es besteht die Gefahr, dass die Links von den Usern als minderwertig oder nebensächlich betrachtet werden.
 

 
   

Linkkästen: informativ und schön

Die Auslagerungen, egal ob in Kästen, in einer Randspalte oder am Fuß der Seite, sollten so gestaltet sein, dass die Trennung zwischen externen und internen Links klar ist. Dies kann durch eine zusätzliche Überschrift, Grafik oder ein Icon geschehen. Beim Labeling sollte man gewährleisten, dass die Betitelung der Auslagerung logisch und allein verständlich ist. So wird beispielsweise durch die von "Spiegel-Online" verwendete Formulierung "Im Kontext" nicht klar, ob es sich um ein Auslagerung von externen oder internen Links oder gar beiden zusammen handelt. Die Bedeutung als Markierung für interne Links wird erst durch das zweite Auslagerungselement "Im Internet" klar. Doch tritt "Im Kontext" auch alleine auf. Vorteile: Es ist auf einen Blick klar, ob es sich um externe oder interne Links handelt. Alle Links sind gebündelt und die Nutzer erhalten notwendige Zusatzinformationen über das verlinkte Zieldokument. Darüberhinaus können attraktiv gestaltete Auslagerungselemente textbasierten Seiten zusätzliche Leseanreize verleihen. Die Seite wirkt abwechslungsreich und aufgelockert. Damit wird die Leseanstrengung der Nutzer herabgesetzt.
Nachteile: Neben dem Problem, dass die Nutzer die Verbindung zwischen Text und dazugehörigem Link nicht herstellen können, besteht die Gefahr, dass ausgelagerte Links überscrollt werden. Nachdem der Text zu Ende gelesen worden ist, können obenstehende Links vergessen worden sein.


 
 

 

 

 
 
 
 

 

 
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Timo Wirth
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weiteres zu Links:
 Linkkennzeichnung bei Textlinks
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