{die Zentrale}    
 
 
 

{zurück zur Übersicht}    








 

   

Telepolis


Infos zur AutorinInfos zur Autorin Der Klassiker unter den deutschen e-Zines hat sich einem längst fälligen Facelifting unterzogen. Die Neuerungen, die fast ausschließlich die Navigation betreffen, sind dezent aber nützlich.
 



Telepolis

 

direkt zu Telepolis
 

   

Telepolis
 
Einstiegsseite:  Es gibt zwei Einstiegs-Oberflächen: "news" (tagesaktuelle Meldungen, nach Datum sortiert) und "aktuell" (thematisch nach Rubriken sortiert). Dies spricht zwar unterschiedliche Nutzertypen an, die Trennung ist jedoch nicht ausreichend markiert und verwirrt - zumal die Bezeichnungen "news" und "aktuell" in keinster Weise trennscharf sind. Die Artikel sind gleich gewichtet, es gibt keinen Aufmacher. Dies ist zwar demokratisch, erschwert dem User jedoch die Selektion.
 
Design:   bgcolor=#CCCCCC - das Mausgrau war schon seit den Anfängen Markenzeichen von Telepolis. Neu ist der gelungen dezente, konsolenhafte Stil der Navigation. Die Typografie ist immer noch User's Choice: Während auf den meisten Sites mittlerweile die Style Sheets regieren, kann man bei Telepolis noch wie in guten alten Tagen die Schrift bestimmen (Browser-Default-Einstellung) und größer stellen. Die Themenspecials haben unschlagbar professionelle und ästhetische Buttons - davon lebt die Site. Gerne mehr solche Auflockerungen.
 
Navigation:  Die Nutzerführung wurde beim Relaunch grundlegend verbessert: durch die neue Flash-basierte Navigation sind die Unterrubriken direkt erreichbar. Nicht ganz einleuchtend ist, weshalb die ausgeklappten Unterbereiche nicht direkt unter der zugehörigen Rubrik stehen. Was bei vielen Sites immer noch fehlt, hatte Telepolis von Anfang an: Linkmarkierungen, die anzeigen, wohin der Link führt. Problematisch: Die Linkbezeichnungen "Container" und "Terminal" sind nicht ad hoc plausibel.
 
Site-Architektur:  Fünf trennscharfe Kategorien - aktuell, special, kolumnen, netzraum, archiv - bilden das Grundgerüst der Site. Dieser klare Aufbau ist durch die neue Navigation schnell wahrzunehmen. Die beiden Einstiegsportale ("news" und "aktuell") sind schlecht integriert, die Funktion der unterschiedlichen Einstiege wird nicht ausreichend kommuniziert.
 
Inhalt:  Für Themen wie Medientheorie, Netzpolitik oder Zukunftstechnologie ist Telepolis immer noch die Institution im deutschsprachigen Netz. Gut recherchierbares Komplett-Archiv.
 
Textaufbereitung:  Die Überschriften und Anreißer auf den Einstiegsseiten sind nicht zum Selektieren getextet - man will schneller wissen, worum es geht. Zwischenüberschriften werden nicht konsequent verwendet - die Texte sind schlecht zu überfliegen und wenig aufgelockert. Telepolis-Artikel schickt man daher am liebsten an den Drucker. Die Zitatauslagerungen auf Weiß sehen gut aus und sind funktional. Fußnoten kommen im Netz mehr als antiquiert.
 
Interaktivität:  Unter jedem Artikel sind die Forums-Beiträge direkt aufgelistet, das macht die Diskussion zum Thema transparent und lädt zum Mitreden ein. Klickt man sich direkt ins Forum, trifft man auf eine unübersichtliche Liste, bei der man jeden Beitrag einzeln anklicken muss - die Funktionalität des Forums soll allerdings im Laufe des Sommer verbessert werden. Die Autoren sind vom Artikel aus nicht erreichbar.
 
Quelltext:  Die Site ist zum größten Teil schlicht getaggt, was sich an den Ladezeiten bemerkbar macht. Sünden gibt es trotzdem: Überflüssige Tabellenverschachtelungen und Bilder ohne Größenangabe lassen die Seite länger als nötig rechnen.
 

 
   

Fazit

Der Relaunch ist nicht bahnbrechend, aber Telepolis hat auf sinnvolle Art und Weise modernisiert. Die neue Navigation ist durchdacht, leicht lernbar und macht die Site transparent. Verbessert werden könnte der Einstieg in die Artikel: die Einstiegsseiten bieten wenig Selektionshilfe, die Fließtexte lassen sich schlecht überfliegen.  
 
 


...................................
 Forum: Telepolis
...................................
Heike Edinger
...................................