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SWR3.de


Infos zum AutorInfos zum Autor Der Radiosender SWR3 will mit seiner Webseite die perfekte Ergänzung zum Radioprogramm liefern. Doch leider ist das beste Feature der Website das (Web-)Radio.
 



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Einstiegsseite:   Das erste, was man beim Seitenaufbau sieht, ist ein großer 3D-Elch. Danach lädt eine fette Konsole, die an eine längst vergangene Raumschiff-Cyberspace-Ästethik oder ein Amaturenbrett erinnert. Darin ist die Navigation und ein 11-Channel-Webradio integriert. Darunter folgt eindimensional und recht unauffällig ein typischer dreispaltiger Nachrichtenaufbau mit Meldungen in der Mitte und Features rechts. Doch eins vermisst man: Wie heißt eigentlich der Sender? Der Elch dürfte nicht für jeden SWR3 bedeuten.
 
Design:   Die Site hat durch die Konsole ein Design-Übergewicht im Kopf, welches durch den Frame noch verstärkt wird. Alles weitere wirkt neben den opulenten Abrundungen etwas verloren und manchmal nicht richtig integriert. Besonders die Grauflächen (manchmal schattiert) passen nicht ins Gesamtbild oder auch die teils verwischten, teils gestrichelten Linien um den Aufmacher. Ein Lob verdienen die gut geschnittenen und vorzüglich komprimierten Bilder. Auch die Bildvergrößerungen der Hollywoodstars im Wallpaper-Format bringen wohl vielen Usern Spaß.
 
Navigation:   Die Hauptnavigation ist oben rechts neben dem Elch in die Konsole eingebaut. Die Anordnung mit "Info", "Fun" untereinander links und "Musik" rechts, ist unschlüssig und unmotiviert. Auch ist die Rubriken-Bezeichnung Info nicht sehr präzise. Die Farbunterlegungen hellgrün, zartrosa und blassgelb dienen als Farbleitsystem und werden bei den jeweiligen Unterrubriken fortgesetzt. Der Farbeinsatz ist jedoch zu diskret und auch das Einfärben der Scrollleiste ab IE 5.5 kann das massive Problem der Standortmarkierung (Wo befinde ich mich im Angebot?) nicht lösen. Der Standort bei den Unterrubriken wird überhaupt nicht markiert. Auch ist die Rubrik Nachrichten weiter klickbar, wenn ich mich bereits dort befinde. Je tiefer man sich in die komplexe Site mit vielen Unterseiten hineinklickt, desto leistungsschwächer wird die Navigation. Einzig der Navigationspfad, der ganz im Fuß einer Page angebracht ist (unter Hilfe und Kontakt, also dort wo keiner mehr hinscrollt), gibt Aufschluss über den Navigationsweg. Leider ist dieser nicht auf jeder Seite vorhanden.
 
Um eine dritte Ebene der Navigation in der rechten Unternavigation unterzubringen, wurden einige Unterpunkte mit DHTML-Blasen ausgestattet. Diese fahren jedoch nicht beim Darüberfahren aus (wie man es sonst gewöhnt ist), sondern erst beim Klick auf die drei Punkte hinter dem Navigationspunkt. Einmal geklickt, wird man das neue Nav-Modul nicht mehr los. Auch ein beliebiges Klicken irgendwohin hilft nicht. Nur die Benutzung der Navigation lässt das Sticky-Nav-Modul verschwinden.
 
Site-Architektur:   Scheinbar simpel: Es gibt die drei Navigationspunkte der ersten Ebene (Info, Musik, Fun). Die zweite Ebene wird durch eine Überkreuznavigation visualisiert. Die dritte Navigationsebene wird etwas missglückt in den Flyouts präsentiert. Doch dann brechen die Ordnungsschemata bei den vielen Inhalten etwas ein: Zahlreiche Features, Specials etc. tauchen auf vielen Seiten teils motiviert, teils unmotiviert in der rechten Randspalte auf. Ein Zuordnen und Wiederfinden interessanter Features fällt so manchmal schwer.
 
Inhalt:  Der Inhalt ist eine Mischung aus Musik, Kino, Vermischtes und Nachrichten für über 30-Jährige. Doch die Stärken eines Radiosenders wie Wetter, Verkehr und News und vielleicht Regionales sind auf der Website nicht sichtbar genug. So sind Nachrichten zunächst in "Topthema" und "Nachrichten" aufgeteilt. Die User sollen erst mal klicken bevor sie Inhaltliches erfahren. Auch werden Inhalte von Sendungen und aktuelle Themen zu wenig online nach- oder aufbereitet. Ein guter Ansatz: Die gelegentlichen Audiofiles von Radio-Beiträgen.
 
Textaufbereitung:  Die Texte sind in Verdana und einer lesefreundlichen Spaltenbreite aufbreitet. Auch werden sie gut durch Zwischenüberschriften und Bilder aufgebrochen. Externe Links und Audiofiles werden durch verständliche Logos markiert. Die Texte sind oft short and sweet, also sehr webgerecht.
 
Interaktivität:  Die meist üblichen interaktiven Features wie Chat und Foren finden sich in der Rubrik Fun. Außer einem völlig vorhersehbaren Vote auf der Startseite können User nicht wirklich ernsthaft interaktiv tätig sein. Der User-Einfluss auf die Website und die Radiosendungen ist relativ gering. "Der kürzeste Weg ins Studio" (Messages ins Studio schicken) ist tief in der Rubrik Info und Service vergraben. Interaktivität ist fast ausschließlich als Fun gedacht mit Elchoskop und E-Cards.
 
Quelltext:  Für eine kommerzielle Website kommt SWR3.de mit sehr wenigen Tabellenverschachtelungen aus und ist relativ effizient gecodet. Allerdings verzögern die Frames und die Flyouts den Aufbau der Seite. Zudem treten Probleme beim Abspeichern und Offline-Browsen auf.
 

 
   

Fazit

Trotz vielen Inhalten, wirkt die Site an der Oberfläche mager. Auch reizen unpräzise Rubrikenkennzeichnungen wie Info, intern, magazin oder Service nicht zum Klicken. Mehr Transparenz und eine bessere Verzahnung mit dem Medium Radio wären wünschenswert.   
 
 


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Timo Wirth
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