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Infos zur AutorinInfos zur Autorin Immer mehr Print-Magazine kopieren internettypisches Design - das New Economy-Magazin "brand eins" geht den umgekehrten Weg und versucht seine reduzierte Print-Ästhetik aufs Internet zu übertragen.
 



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Einstiegsseite:  Ungewöhnlich, eigen, reduziert. Haupteinstiegspunkt in die Site ist das Magazin-Cover, die kleinen Blöcke stellen Service und Interaktivität in den Mittelpunkt. Der Mouseover-Effekt der Navigation lädt nicht schnell genug.
 
Design:   Die Einstiegsseite hat Klasse, danach wird's karg und dürftig: Print-typisches Inhaltsverzeichnis, 2-Spalten-Texte. Den inneren Seiten fehlt es dadurch an Charakter. Der Serifen-Klassiker Times New Roman ist wegen seiner brüchigen Darstellung am Bildschirm anstrengend.
 
Navigation:  Keine schnellen Wege, der Navigier-Pfad oben links ist der einzige Weg durch die Site. Das Hand-Icon als Navigation unter den Artikeln, führt mal zurück zur Übersicht mal als "weiter-Button" zur nächsten Seite. Die Alt-Tags im Stil "../home.html" sehen zwar cool aus, sind aber völlig am User vorbeigetextet, und zeigen höchstens, dass die Redaktion ihre Dateien gut und intuitiv benannt hat.
 
Site-Architektur:  Die Site gliedert sich nach den Schwerpunktthemen aus dem Heft und ist sternförmig angelegt. Nachteil: Der User muss sich immer auf die Startseite zurückklicken (= Heftübersicht). Die Struktur der Artikel ist strikt linear.
 
Inhalt:  Vorbildlich: Die Print-Inhalte stehen komplett im Netz. Allerdings auch nicht mehr. Alle bisherigen Ausgaben sind ohne Zusatzkosten abrufbar. Recherchierbar sind die Hefte jedoch nicht, es gibt keine Such-Option.
 
Textaufbereitung:  Hier wird die größte Affinität zur Print-Ästhetik deutlich: die brandeins-typische Aufmacher-Seite wird aufs Netz übertragen, man klickt sich linear weiter, trifft auf Teil 1 des (2-spaltigen!) Textes, klickt sich weiter, klickt sich weiter, ... 13 mal für die hohe Telefonrechnung. Keine Printversion, keine Links zum Thema, keine Mail-Option an den Autor.
 
Interaktivität:  Als kleine Interaktion für Zwischendurch gibt's "die aktuelle Kurz-Umfrage". Die Rubrik "Mit-Reden" ist abschreckend umständlich: Man schickt eine "join"-Mail an den Verteiler, bekommt eine Antwort, antwortet und bekommt eine Begrüßungsmail. Erraten muss man außerdem, dass es sich um eine Mailing-Liste ("Mischung aus Salon, Lagerfeuer und permanentem Symposion") und kein Website-internes Forum handeln. Aber der Stress lohnt sich, die Beiträge sind hochwertig.
 
Quelltext:   Der Schein trügt: Trotz einfacher Struktur finden sich aufgeblasene Tabellenstrukturen und Verschachtelungen. Die Abstände werden mit blind.gifs gezaubert. Aber: schlanker als der Durchschnitt, die Startseite lädt (bis auf den Mouseover) flott.
 

 
   

Fazit

Reduktion kann auch im Netz funktionieren, aber brand eins spart am falschen Ende: der Benutzerführung. Der Leser im Netz braucht mehr Navigationshilfen als einen vor- und zurück-Button - er will bestimmt nicht blättern und schon gar nicht linear surfen. Brand eins vertritt auch im Netz seinen eigenen Stil, klebt aber zu sehr an der Print-Identität. Das Heft macht immer noch mehr Spaß. Hat man jedoch eine Ausgabe verpasst, klickt man sich bei brandeins.net gerne durch 13 Seiten - der guten Artikel wegen.   
 
 


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Heike Edinger
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