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Trip-Hop-Trip


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Infos zum AutorInfos zum Autor Goldfrapps Debüt-CD "Felt Mountain" nimmt bei Amazon den fünften Verkaufsrang ein und ist in New Economy-Kreisen momentan die angesagteste CD. Grund genug, die CD nicht zu feiern. Doch der Hype entstand zu Recht.
 


 

 

Goldfrapp stehen in der Tradition des Trip-Hop und es lässt sich nicht leugnen, dass die Stimme der Sängerin Alison Goldfrapp auch ein wenig nach Beth Gibson von Portishead klingt. Doch hier enden die Gemeinsamkeiten schon. Denn Goldfrapp ahmen nicht nach oder laufen hinterher, vielmehr setzen sie sich direkt an die Spitze - Trip-Hop-Avantgarde.
 

   

tiefer, breiter, sinnlicher

Schon das sirenenhafte Heulen der ersten Sekunden vom "Felt Mountain" saugt den Hörer ein. Eingesogen geht man auf eine abwechslungsreiche Reise. Auf der 39-minütigen Tour trifft man auf Jazz, experimentelle Beats und groovige Rhythmen. Wer die zweite CD von Portishead kennt, kann vielleicht erahnen, was kommt. Doch der Sound von Goldfrapp ist abwechslungsreicher, die Stimmungen tiefer und der Gesang von Alison Goldfrapp elektrisierender, weniger schrill und bemüht. Zudem lässt Goldfrapp einem die Wahl, ob man die Route des Nebenbeihörens oder des Intensivhörens nehmen will. Im Gegensatz zu Trip-Hop-Vorgängern sind beide Wege easy möglich. Unplugged kann man mit Booklet entweder durch gesunde Almlandschaften oder verschneite Winterlandschaften ziehen.
 

 
   

Fazit

Wem Air zu luftig, Björk zu schrill, Tricky zu rappig, Massive Attack zu groovy und Portishead zu übertrieben cool ist, wird Goldfrapp goldrichtig finden.  
 


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Timo Wirth
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